Zoff um die SolarparkPläne an der Lecker Au
Auch Antrag für PhotovoltaikAnlagen in OsterSchnatebüll ist umstritten

 

Leck

Dicke Luft im Infrastruktur- und Umweltausschuss: Aufstellungsbeschlüsse für den Bau von PhotovoltaikAnlagen in OsterSchnatebüll und im Ortsgebiet an der Lecker Au sollten auf den Weg gebracht werden. Gegen das Vorhaben wetterten auch einige Bürger. Vergebens: Mit fünf Ja- und zwei (drei) NeinStimmen wurden die Beschlüsse abgehakt. Gleich zu Anfang forderte Klaus Schmidt (Unabhängige Wählergemeinschaft), drei Tagesordnungspunkte mit Änderungen der entsprechenden F- und BPlänen befassen.

 

Man habe sich im Mai geeinigt, über die Anträge zur Ausweisung von Freiflächen für PVAnlagen erst in den Fraktionen zu beraten, bevor sich dieser Ausschuss erneut mit der Thematik beschäftige, argumentierte der Politiker. Einigkeit habe ebenfalls darüber bestanden, dass im Vorwege geprüft werden sollte, welche Flächen im Gemeindegebiet überhaupt für eine PVFlächennutzung geeignet seien. Die jetzige Verfahrensweise berge die Gefahr in sich, dass eine Potenzialanalyse nicht unvoreingenommen bewertet werde. Und: „Das neue, Anfang Januar in Kraft tretende Raumordnungsverfahren ist aus unserer Sicht unbedingt abzuwarten, um eine vorausschauende Entwicklung zu erreichen“, so Schmidt.

All das sah der Bürgermeister Andreas Deidert ganz anders: „Überall liegt das Papier beziehungsweise die inoffizielle Karte des Kreises Nordfriesland mit einer positiven und negativen Flächenvorgabe für PVAnlagen vor. Die Aufstellungsbeschlüsse sind nur der formelle Start. Welches Ergebnis herauskommt, wird die Gemeindevertretung entscheiden“. In den gesamten Prozess gehöre auch eine Flächenpotenzialanalyse. Das werde passieren und ebenso eine Bürgerbeteiligung im Rahmen der Gemeindeverordnung. Zwischen den beiden Kontrahenten entwickelte sich ein Schlagabtausch.

Deidert hatte Klaus Schmidt schon zweimal auf dessen Befangenheit hingewiesen (ein Familienmitglied Schmidts hat eine betroffene Fläche gepachtet), ließ den entsprechenden Paragraphen der Gemeindeordnung vorlesen und sagte schließlich: „Du bist befangen. Ich möchte, dass diese Unterstellungen aufhören! Punkt.“ Nur zwei Politiker stimmten für die Absetzung der Tagesordnungspunkte, sechs waren dagegen.

Obwohl noch nicht von seiner Befangenheit überzeugt, verließ Klaus Schmidt zu den Beratungen und Beschlussfassungen in zwei der von ihm angesprochenen Punkte den Rathaussaal. Deidert ergänzte: „Der Einstieg in ein Planungsverfahren ist immer der Aufstellungsbeschluss, dessen Ende offen ist.

Ihm und den Ausschussmitgliedern blies jedoch Gegenwind von Bürgern ins Gesicht. Ute Petersen aus OsterSchnatebüll monierte: „Es werden landwirtschaftlich genutzte Flächen versiegelt auf 20 Jahre und mehr. Da bin ich dagegen.“ Außerdem würde das Gutachten von den Investoren bezahlt, wo bleibe da die Unabhängigkeit? Um die Ökologie ging es Johann Peter Laß. Die Landwirte würden genau die Flächen verpachten, die ökologisch wertvoll seien. Er schüttelte den Kopf darüber, dass zwischen der Niederung Kokkedahl und dem Staubecken Schnatebüll PVAnlagen aufgestellt werden sollen: „Seit einem dreiviertel Jahr lebt der Fischotter wieder hier, unter anderem sind seltene Pflanzen zu finden. Die letzten Rebhühner sind in dem Grünland an der Lecker Au zu Hause. Die sind vom Aussterben bedroht“! Seinerzeit, als er aktiver Politiker in Leck gewesen sei, erzählte Johann Peter Laß, habe man die Biotopverbundachse Lecker Au und Mühlenstrom festgesetzt. Er könne nicht verstehen, das man diese Niederungen versiegeln lassen will.

In den Fraktionen sei dieses Thema nicht besprochen worden, missbilligte Ingrid MarcussenKressin (CDU) sie. Aufgrund der Interessenlage könne sie diese Beschlüsse nicht fassen. Das möge jeder für sich entscheiden, warf Ausschussvorsitzender Roland Mader ein. Annemarie Carstensen (SPD) empfahl schließlich, zumindest die Änderung der BPläne zurückzustellen. Bürgervorsteher HansMartin Petersen (SPD) überlegte: „Ich stimme mit Ja, denn ich bin gespannt auf das Verfahren. Ich sehe nicht das Problem. Wir beschließen immerhin nicht den Bau der Anlagen“.

jok

 

 

Wieviel ist dem Lecker Bürger das Abwasser wert??

 

Die Lecker Kläranlage wurde im Jahre 1975 für 2.6 Mill. DM gebaut. In den 90er Jahren gab es eine Erweiterung. Unser Abwasserpreis beträgt jetzt 3,92 € pro m³! Wir liegen damit in S-H im oberen Bereich.

Eine neue Anlage ist jetzt für Leck in Planung! Unsere Einwohnerzahl aktuell, beträgt knapp 8000.

Kosten für den Neubau ca. 9.900 000 € zusätzlich Nebenkosten.

Kapazität für 22000 Einwohnergleichwerte.

In der Planung enthalten sind 1.200 000 € für Beton Arbeiten ohne feste Kostenzusage.

Somit sind 9.900 000 € die untere Kostengrenze.

Der Abwasserpreis wird nach Fertigstellung zur Kostendeckung um einige EURO pro m³ steigen müssen?

Jeder einzelne Gebührenzahler muss diese Kosten letztendlich bezahlen.

Wieviel können / wollen wir unseren Bürger* innen zumuten?

 

 

 

Neuer Radweg in Leck soll für mehr Sicherheit sorgen

Politiker beschließen den Bau eines Radweges westlich der Flensburger Straße (B199) / Pflanzstreifen muss weichen

Dieser Pflanzstreifen an der Flensburger Straße in Leck soll einem Radweg weichen. jok

DIESER PFLANZSTREIFEN AN DER FLENSBURGER STRASSE IN LECK SOLL EINEM RADWEG WEICHEN. JO

LECK Pflanzen müssen der Sicherheit weichen: Grünes Licht gaben die Politiker für den Bau eines Radweges westlich der Flensburger Straße (B 199) zwischen dem Kokkedahler Weg und dem Auweg an der Süderbrücke.
Gefahrloser Übergang über die B199
Platz dafür ist nur auf dem Pflanzstreifen vorhanden. Die Herstellung dieses Weges und Instandsetzung des existierenden Bürgersteiges werden im nächsten Jahr in Angriff genommen und rund 19.000 Euro kosten. Den Antrag hatte die UWL-Fraktion (Unabhängige Wählergemeinschaft) gestellt, um den Nutzern des Rundwanderweges einen gefahrlosen Übergang über die B199 zu ermöglichen.
Pflasterung statt Blumenrabatte Der jüngst eingeweihte Rundwanderweg führt unter anderem im Augarten an der Au entlang, an der Süderbrücke muss die B 199 zum anschließenden Auweg überquert werden. Aus Sicherheitsgründen sollen Wanderer, Jogger und Radfahrer auf dem jetzigen Fuß- und Radweg zur Ampelanlage am Süderholz geleitet werden, um von dort auf die westliche Straßenseite zu gelangen. Dort steht jedoch nur ein Gehweg zur Verfügung. Die Blumenrabatte wird durch eine Pflasterung ersetzt.
Es entsteht ein kombinierter Geh- und Radweg von 2,60 Meter Breite inklusive ein dreißig Zentimeter breiter Sicherheitsstreifen. Ein anderer positiver Aspekt ist, dass dann auch der Schulweg für Schüler, die mit dem Fahrrad aus dem Auweg in die Flensburger Straße einbiegen, in diesem Bereich sicherer wird.    jok

Am 30. November feierte die Unabhängige Wählergemeinschaft Leck (UWL) ihr 30-jähriges Jubiläum. Der 1. Vorsitzende Karl Christian Springer konnte eine große Anzahl von Mitgliedern und Gäste aus dem unmittelbaren kommunalpolitischen Umfeld begrüßen. Viele der Gründungsmitglieder leben noch heute hier vor Ort und konnten an der Feier teilnehmen. Glückwünsche und Grüße übermittelten Bürgermeister Andreas Deidert, der 2. Stellv. Bürgervorsteher Richard Ingwersen und der Fraktionsvorsitzende der SPD Karsten Hansen.

Gäste der Jubiläumsfeier

Gäste der Jubiläumsfeier

Der Initiator der UWL-Gründung war seinerzeit Hermann Lampe, der dann für 3 Jahre den Vorsitz innehatte. Ihm folgten Ludolf Magnussen (fast 12 Jahre), Jürgen Magnussen (4 Jahre), Klaus Steen (11 Jahre) und Karl Springer seit Juni 2019. Der heutige Fraktionsvorsitzende Klaus Schmidt hielt in seinen erfrischenden Vortrag die Rückschau: angetreten bei der Kommunalwahl 1990 konnte die UWL sofort zwei Mandate erringen. Nicht zuletzt durch das Engagement des langjährigen Fraktionsvorsitzenden Hans-Jörg Kruse gewann die UWL immer weiter an Bedeutung.

Heute hat die UWL sechs Sitze in der Gemeindevertretung. Sie vertreten damit ein Viertel der Lecker Einwohnerschaft! In den Ausschüssen und Beiräten der Gemeinde sind zusätzliche bürgerliche Mitglieder aktiv. Der Schwerpunkt der Entscheidungen liegt nach wie vor bei der Wirtschaftlichkeit. „Wahlgeschenke“ werden grundsätzlich abgelehnt – Investitionen müssen sich rechnen. Die Zusammenarbeit in der Gemeindevertretung ist bisher nicht immer ohne Spannungen und Kritik verlaufen – ein positives Zeichen der Demokratie.

Durch ihre besonders bürgernahe und bürgerfreundliche Einstellung hat die UWL im Ort einen hohen Stellenwert erreichen können. Ein solider Anteil an jungen Mitgliedern lässt hoffnungsvoll in die Zukunft blicken: die Unabhängige Wählergemeinschaft Leck erscheint gut aufgestellt. Sie wird sich immer an ihrer Unabhängigkeit, Konstanz und Zuverlässigkeit messen lassen. Seit kurzem gibt es auch wieder eine Internetpräsens – unter uwleck.de kann die neu erstellte Homepage aufgerufen werden.

Die UWLeck (Unabhängige Wählergemeinschaft Leck) feiert 2019 ihr 30jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass gibt es seit heute nicht nur eine neue Homepage, sondern es wird darüber hinaus am 30. November um 10 Uhr im Leck-Huus einen Empfang geben.